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25.01.2021, 18:10 Uhr
Erinnerungsstätte und Kreisel-Kunst
GZ-Berichterstattung vom 25.01.2021
 

Goslar. Der Wind fegte unangenehm kalt über den Fliegerhorst, als Norbert Schecke und Claus Roschanski sich an Ort und Stelle für eine Verbesserung der Situation auf dem Gelände starkmachten und die Vorschläge der CDU-Ratsfraktion zu einem Strauß bündelten. Er soll am 11. März in die Beratungen des Bauausschusses einfließen.

Immerhin ein Dutzend unterschiedlicher Punkte kam zusammen. Einige liegen den Christdemokraten laut Fraktionsvorsitzendem Schecke besonders am Herzen. Dazu gehört eine „Erinnerungsstätte“, eine Art Info-Center mit Tafeln und Bildern, die an den ehemaligen Fliegerhorst ebenso wie an die „Russen-Baracken“ und anderes mehr erinnern könnten.

Parkähnliches Quartier

Die Verwaltung soll hierfür mit den Investoren die Möglichkeit eines parkähnlichen Quartiers als Ruheraum und Begegnungsstätte für die Bevölkerung im Bereich der nicht verkauften Flächen prüfen. Möglich wäre nach Ansicht der CDU sowohl eine Fläche zwischen B-Plan Mitte und Ost, aber auch eine Lage am Lärmschutzwall parallel zur Waldenburger Straße. Mit dessen Begrünung soll noch im laufenden Jahr begonnen werden. Attraktiv könne der Lärmschutzwall zudem durch seine Höhe sein, die einen Blick von oben auf den neu entstehenden Stadtteil ermögliche.

Wichtig sei zudem die Beleuchtung des Kreisels in der Grauhöfer Landwehr, sagte Roschanski. Er befinde sich in innerörtlicher Lage; eine Beleuchtung schütze querende Fußgänger und Radfahrer.

CDU schlägt Wettbewerb vor

Ein eigener Ratsantrag befasst sich mit der Gestaltung des Kreisels auf der Straße „Im Fliegerhorst“. Hier schlägt die CDU vor, dass die Stadt Goslar einen Wettbewerb ins Leben ruft mit dem Ziel, ein Kunstobjekt gestalten zu lassen, das an die Geschichte des Fliegerhorstes erinnert. Analog könnte auch der Kreisel in der Grauhöfer Landwehr ein Kunstobjekt erhalten.

„Nach Rücksprache mit der Reservistenkameradschaft und weiteren Recherchen konnten leider keine passenden Relikte aus der Vergangenheit gefunden werden“, heißt es in dem Antrag; als Alternative biete sich die Auslobung eines Preisgeldes für ein neues Kunstwerk an, erste Signale für eine Unterstützung gebe es bereits, weitere Gespräche könnte die Stadt führen.

Containerplätze schaffen

Wertstoffcontainer sind immer ein heißes Eisen – ihre Standorte im neuen Stadtteil müssen noch bestimmt werden. Auch darauf verweist ein Antrag der CDU: „Bei zukünftigen Baugebieten sind im B-Plan-Verfahren notwendige Standorte für Wertstoffcontainer mit dem Landkreis abzustimmen und durch den Investor zu errichten“, heißt es im Beschlussvorschlag.

Für das aktuelle Gelände sehen Schecke und Roschanski das unkritisch: Der Landkreis habe signalisiert, gerne frühzeitig einbezogen zu werden, und der Investor sehe darin auch kein Problem.

Einige der weiteren Vorschläge der CDU befassen sich mit der Grünbepflanzung, die forciert werden soll – zum Beispiel linksseitig entlang des Weges „Am Brunnenkamp“. Die CDU fordert, mit dem Investor über die Begrünung nicht verkaufter Flächen zu verhandeln, sie wünscht sich freiwillige zusätzliche Begrünungen bei bereits veräußerten Flächen und die Verbesserung der Rad- und Fußwegesituation im gesamten Fliegerhorst.

Autor und Foto: Sabine Kempfer, GZ

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