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05.11.2017, 18:29 Uhr
Wohnmobilisten favorisieren das Osterfeld
Ergebnis der CDU-Umfrage liegt vor.
 

Die jüngst von der CDU-Stadtratsfraktion Goslar durchgeführte Onlineumfrage unter Wohnmobilisten aus Goslar und Umgebung in Zusammenarbeit mit der Campingmarkt Gmbh  Goslar ergab hinsichtlich der Standortfrage ein eindeutiges Ergebnis. Ein Areal am Osterfeld erfuhr den größten Zuspruch, deutlich vor der von der Verwaltung und Teilen des Rates genannten Füllekuhle. Auf den weiteren Plätzen folgten die Hildesheimer Str. (hinter Aral) und die Baßgeige.

 

Hauptargumente für eine Stellfläche am Osterfeld sind die unmittelbare Nähe zum Aquantic, da hier die Sanitäranlagen mitgenutzt und ggf. erforderliche administrative Aufgaben, Stichwort Rezeption, erledigt werden könnten. Über die Cafeteria wäre zudem ein gewünschter Brötchenservice zu realisieren. Die Innenstadt ist zudem fußläufig bestens erreichbar, eine Haltestelle für den Stadtbus unmittelbar vorhanden. Viele Wohnmobilisten nutzen aber auch ein Fahrrad oder Motorroller, so dass nicht die zur Innenstadt nächstgelegene Fläche automatisch ein Ausschlusskriterium für weitere Gedankenspiele darstellen muss. Und schon heute wird das „Wildparken“ im unteren Bereich, Höhe „Lindenhof“, geduldet. Eine Sperrung der Fläche am Osterfeld zu Schützenfestzeiten erachten die befragten Wohnmobilisten als nachrangig, zumal es ähnliche Umstände auch in anderen Städten gibt.

 

Die zweitplazierte Füllekuhle wurde im Hinblick auf einen fehlenden Lärmschutz aufgrund der Nähe zu den beiden stärker frequentierten Straßen Astfelder Str. und von-Garßen-Str. kritisch gesehen, auch die derzeitige Nutzung als Mischparkplatz und das ungepflegt wirkende Gesamtbild wurden bemängelt.

 

Das Fehlen eines attraktiven Wohnmobilstellplatzes in Goslar stößt zudem auf Unverständnis, da die kulturellen Angebote umfangreich und für eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von zwei Tagen als optimal angesehen werden. Auch die Shoppingmöglichkeiten werden positiv gesehen, ebenso die Angebote in der Gastronomie. Anzumerken ist das Wohnmobilisten zunehmend ein immer stärker wirkender Wirtschaftsfaktor sind, da durchschnittlich zwei Personen reisen und dabei einen Umsatz von 80 € täglich(BMWi-Studie Nr. 587) generieren. Ein Gewinn somit für den Einzelhandel und Gastronomiebereich in Goslar, da Umsätze im sechsstelligen Bereich sehr realistisch generiert werden. „Das ist Wirtschaftsförderung.“ so CDU-Fraktionschef und Antragsteller Norbert Schecke.

 

An Infrastruktur erhoffen sich die an der Umfrage teilnehmenden Personen eine gute Versorgung von Strom, Wasser und Abwasser sowie Müllentsorgung. Weitere Pluspunkte für einen guten Stellplatz sind seine Nähe zu Sanitärbereichen und einer Nahversorgung für Lebensmittel, freies WLAN findet zunehmend mehr Beachtung und sollte bei Planungen Berücksichtigung finden.

 

Positiv überrascht zeigte sich Norbert Schecke von zahlreichen Hilfs- und Unterstützungsangeboten von Goslarer Wohnmobilisten, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse in mögliche Planungen gerne mit einbringen möchten. Und sie ließen nicht unerwähnt, dass bei ihren Aufenthalten in anderen Städten stets auch der Austausch mit Gleichgesinnten stattfindet und hier das fehlende Angebot Goslars für eine Welterbestadt als traurig empfunden wird.

 

Die CDU fühlt sich in ihrem Wunsch nach einem zeitgemäßen Wohnmobilstellplatz in Goslar bestätigt und wird somit zu den Haushaltsplanberatungen 2018 die Einstellung von Planungskosten beantragen. „Wir müssen hier tätig werden, andere Städte im Harz machen es uns schon lange vor.“, schließt Schecke.